Kältetherapie -80°
Ganzkörperkältekammer
In unserer Kältekammer werden Sie mit einer Ganzkörperkältetherapie bei -80°C behandelt.
Diese Therapie wird angewendet bei Schmerz-, Rheuma-, Fibromyalgie-, Morbus Bechterew-, MS-, Lupus- Wirbelsäulen- und Arthrose-Patienten, sowie bei orthopädischen Erkrankungen und zur Behandlung nach unfallchirurgischen Eingriffen.
Die große Kälte hat positiven Einfluss auf den Stoffwechsel und die Durchblutung. Außerdem entwickeln sich Entzündungen und Schwellungen schneller zurück.
Die Kältetherapie hat sich insbesondere bei Schmerzen, Muskelverspannungen und Schwellungen bewährt.
Die Behandlung in der Kältekammer ist normalerweise stationär, kann aber auch auf Rezept oder bei Selbstzahlung ambulant genutzt werden (nur mit ärztlicher Unbedenklichkeitsbescheinigung).
Verhaltensregeln vor und nach der Behandlung:
- Kommen Sie bitte in Badekleidung und mit geschlossenen Schuhen zur Therapie.
- Legen Sie vorher bitte alle metallischen Gegenstände, wie z.B. Uhren, Brillen oder Schmuck ab. Metallische Implantate sind natürlich kein Problem.
- Bitte kommen Sie mit trockener Haut zur Behandlung. Benutzen Sie vorher keine Feuchtigkeitscremes oder Körperlotionen.
- In der Stunde vor und nach der Therapie dürfen Sie keine Wasser- oder Wärmebehandlungen bekommen.
Vor der Behandlung bekommen Sie von einem unserer Mitarbeiter eine Mütze, Handschuhe und einen Mundschutz.
Bitte benutzen Sie diese Gegenstände unbedingt!
Dann werden Sie zunächst in die Vorkammer mit -25°C geführt und danach weiter in die eigentliche Kältekammer mit -80°C.
Während Sie sich in der Kammer aufhalten, sind Sie ständig über eine Sprechanlage mit unseren Mitarbeitern verbunden. Außerdem werden Sie zu Ihrer Sicherheit durch ein Fenster beobachtet. Die Behandlungsdauer beträgt maximal 3 Minuten. Nebenwirkungen sind durch diese Art der Behandlung bisher nicht aufgetreten.
Hintergrundinformationen zur Kältetherapie:
Diese neue Therapie wurde in den 70er Jahren in Japan für Rheumapatienten entwickelt, bei denen medikamentöse Therapien keinen Erfolg brachten.
Zunächst durch den Einsatz von Eiswasser, später durch Stickstoff-Kaltluft, gelang es in Verbindung mit einer intensiven Bewegungstherapie den Entzündungszustand wesentlich zu verbessern und die Beweglichkeit der Patienten zu erhöhen.
In den 80er Jahren kam dieses Behandlungskonzept auch in Europa auf. In einem kleinen Raum von ein paar Quadratmetern wird die Luft durch ein System mit flüssigem Stickstoff auf -60 bis -80°C gekühlt. Das subjektive Kältegefühl kann durch die zusätzliche Luftzirkulation im Raum weiter gesenkt werden, so dass gefühlte -100° erreicht werden können. Die Patienten werden beim Betreten der Kammer durch einen Vorraum mit -25°C geschleust.
In der eigentlichen Kältekammer ist die Luft extrem trocken, es gibt praktisch keine Luftfeuchtigkeit mehr. Die tiefen Temperaturen werden daher normalerweise als angenehm empfunden. Durch eine große beheizte Scheibe ist die beleuchtete Kammer mit dem Vorraum verbunden in dem sich das Kontrollpersonal aufhält. Die Patienten gehen normalerweise in der Kammer langsam im Kreis, obwohl umfangreichere Bewegungsübungen absolviert werden könnten. Schmerzen lassen in der Regel bereits nach kurzer Zeit nach. Insbesondere Gelenkschmerzen verschwinden fast vollständig und viele Patienten können die Behandlung fast ganz schmerzbefreit beenden. Oft tritt nach der Behandlung ein Wärmegefühl ein. Dieser Effekt der Schmerzlinderung hält etwa zwei bis drei Stunden an, allerdings sollte die Behandlung regelmäßig, etwa ein bis zweimal täglich, erfolgen.
Nachdem durch die Kältetherapie eine weitgehende Schmerzbefreiung eingetreten ist, kann dieser Zustand für weitergehende bewegungstherapeutische Maßnahmen, besonders Dehnübungen, genutzt werden. Auf diese Art und Weise können viele Patienten überhaupt erst ihre Muskeln trainieren.
Nach längerem Behandlungszeitraum mit regelmäßigen Anwendungen kommt es bei den meisten Patienten zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome. Als positiver Zusatzeffekt kann in vielen Fällen eine Verbesserung der Atmung beobachtet werden. Dabei nimmt häufig das Lungenvolumen zu, die Sauerstoffsättigung des Blutes verbessert sich und eine eventuelle Verkrampfung der Bronchien kann sich verringern. Auch auf die Haut kann sich die Kältebehandlung positiv auswirken, z.B. bei der Behandlung von Neurodermitis oder Psoriasis.
Eine Behandlung in der Kältekammer ist nicht anzuraten bei Platzangst oder bei nicht eingestelltem Bluthochdruck.
In jedem Fall ist vor der Behandlung ein Arzt aufzusuchen und mit ihm die Möglichkeit der Kältetherapie zu besprechen.





