Hier finden sie viele verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Klicken Sie sich gerne durch!

Physiotherapie in der Neurologie

Ziel der Physiotherapie in der Neurologie ist die  Wiederherstellung verloren gegangener Funktionen. Ein grundlegendes Verständnis für neurologische Erkrankungen ist Voraussetzung für eine erfolgreiche physiotherapeutische Arbeit.

Unsere physiotherapeutische Behandlungsmethode in der Neurologie ist das Bobath-Konzept basierend auf einem Rehabilitationsansatz, der für Menschen mit Pathophysiologie des zentralen Nervensystems entwickelt wurde. Der theoretische Rahmen dieses Ansatzes entwickelt sich ständig und wird durch neue Erkenntnisse im Bereich der Neuro- und Bewegungswissenschaften ergänzt. Das Bobath-Konzept ist ein problemlösungsorientierter Zugang zur Befundaufnahme und Behandlung von Menschen mit Störungen von Funktionen und  Bewegungen aufgrund einer Läsion des zentralen Nervensystem.

Die Person wird hinsichtlich ihrer Funktion innerhalb wechselnder Bewegungen beurteilt. Der Behandlungsprozess ist individuell auf die biospsychosozialen Bedürfnisse abgestimmt und schließt präventive und begünstigende Aspekte mit ein. Ein interaktiver Prozess zwischen den betroffenen Personen und dem interdisziplinären Team, den Angehörigen und dem Pflegepersonal führt zu einer angemessenen Behandlung. Das Ziel der Behandlung ist die Optimierung der Funktionen. Der fortlaufende Prozess richtet sich nach vorrangigen Beeinträchtigungen von Funktionen. Ebenso wird die verbesserte Kontrolle in die Teilnahme am täglichen Leben integriert. Während der Behandlung versucht der Physiotherapeut, die Haltungs- und Bewegungsmuster zu optimieren und die Effektivität zu verbessern.

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PNF

Propriozeptive Neuromuskuläre Faszilitation  – kurz PNF – ist das Zusammenspiel der Muskulatur. In der Physiologie ist es die Reizbildung und Reizleitung im nervalen und neuromuskulären System für ein sinnvolles Zusammenspiel aller Muskeln und Gelenke des Körpers. Diese aktive Methode (entwickelt in den Jahren 1946 bis 1951 in den USA von dem Neurophysiologen Dr. Kabat und der Physiotherapeutin Maggie Knott) besteht aus definierten Bewegungsmustern und orientiert sich an der normalen motorischen Entwicklung. Die Bewegungsmuster zeigen sich in statischen Halte- und dynamischen Bewegungsfunktionen. Überwiegend sind sie für das nicht geübte Auge weniger auffällig, obwohl sie bei normaler Motorik stets vorhanden sind.

Sie verlaufen dreidimensional und diagonal, da die Muskulatur spiralförmig angelegt ist. Mit diesen definierten Bewegungsmustern und Techniken wird therapeutisch gearbeitet.

Genutzt werden: Druck, Zug, Dehnung und Widerstand, Extero- und Propriozeptoren, so genannte Stimuli.

In einer festgelegten Art und Folge durchgeführt, kommt es zu einer erwarteten Reaktion im Sinne einer vermehrten Muskelkontraktion oder Entspannung.

Ziel der Anwendung ist es, die Muskelspannung zu normalisieren, Spastizität herabzusetzen oder schwache, gelähmte Muskeln zu aktivieren (fazilitieren).

Weitere Ziele sind die Förderung der motorischen Kontrolle und Mobilität, der dynamischen Stabilität, Ausdauer, Kraft, Geschicklichkeit und Koordination.

Die Auswahl und Durchführung der Bewegungsmuster und Techniken richtet sich immer nach der individuellen Situation des Patienten. Die Therapie erfasst den Menschen ganzheitlich und setzt immer bei seinen stärksten Körperabschnitten an, um gezielt die Schwächen zu erreichen. Der Patient soll seine Stärken erspüren und positiv motivierte gezielte Aktivitäten aufbauen.

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Ergotherapie in der Neurologie

Die Ergotherapie hilft Patienten, die durch neurologische Erkrankungen in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt sind. Sie verhilft dem  Patienten zu größtmöglicher Selbstständigkeit in den Bereichen Produktivität, Freizeit und Selbstversorgung und versucht durch unterschiedliche Behandlungsmethoden die Handlungsfähigkeiten des Patienten zu verbessern.

Zu Beginn der ergotherapeutischen Behandlung werden die Defizite mit besonderem Blick auf die Alltagssituationen untersucht. Gemeinsam mit dem Patienten werden Ziele festgelegt, die Grundlagen für die weiteren ergotherapeutischen Behandlungen sind.

Folgende Therapien werden in der Ergotherapie angeboten:

  • Spiegeltherapie
  • Sensibilitätstraining mit verschiedenen Materialen
  • CIMT (Constrained-Induced Movement Therapie)
  • Training alltäglicher Kompetenzen
  • Grafomotorik-Training
  • Feinmotorik-Training
  • Rollator- / Rollstuhltraining
  • Funktionstraining obere Extremitäten
  • Hilfsmittelberatung und Erprobung
  • Förderung kognitiver Funktionen

 

Die Spiegeltherapie ist ein Therapieverfahren für Patienten mit sensomotorischer Störung und/oder Schmerzen in den Extremitäten. Der Patient erhält ein visuelles Feedback von zwei intakten Armen oder Beinen. Dies kann therapeutisch genutzt werden, um die Beweglichkeit und  Wahrnehmung in betroffenen Seiten zu fördern und um Schmerzen zu reduzieren.

Die CIMT (Constrained-Induced Movement Therapie) ist ein therapeutisches Verfahren für Patienten mit leicht- bis mittelgradigen Paresen der oberen Extremitäten. Die Therapie führt zur Förderung der Wahrnehmung und Beweglichkeit der betroffenen Seite und zur Vermeidung des Nichtgebrauches des betroffenen Arms.

 

 

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Logopädie in der Neurologie

Im Bereich Logopädie werden Patienten behandelt, die infolge einer neurologisch bedingten Störung der Sprache (Aphasie), des Sprechens (Dysarthrophonien und Apraxie), der Kau- und Schluckfähigkeit (Dysphagien) und Störungen der Struktur- und Bewegungsfähigkeit des orofacialen Systems (Facialis-Paresen) aufweisen.

Die betroffenen Patienten sind aufgrund dieser Störungen in ihrer Kommunikationsfähigkeit, in der Fähigkeit sich oral zu ernähren oder in der Fähigkeit mimische Bewegungen auszuführen, beeinträchtigt.

Hier erfolgen eine Aphasie, Diagnostik und Therapie sowie Dysarthrophonie-Therapien.

Dysphagiepatienten werden interdisziplinär in enger Kooperation zwischen der Abteilung für Logopädie, dem ärztlichen Team, der Pflege, der Ergotherapie, den Diätassistenten und dem Küchen- und Servicepersonal betreut.

Gegebenenfalls kommen auch Patienten in die Behandlung, die mit Trachealkanülen versorgt sind. Auch hier greift die logopädische Mitbehandlung.

Ziele der Logopädie sind die Verbesserung der kommunikativen Möglichkeit des Patienten sowie seiner sprachlichen Fähigkeiten, die Verbesserung der Planung und Steuerung der artikulatorischen Zielbewegungen, die Erhöhung der Flüssigkeit der Sprechweise des Patienten sowie die Verbesserung der Verständlichkeit des Sprechens. Mitbehandelt werden auch Schluckstörungen, die lebensbedrohliche Folgen (Aspirationspneumonie, Lungenentzündungen) haben können. Das Ziel der Dyshagietherapie besteht zunächst in der Versorgung der Patienten sowie der vollständigen oder weitere Wiederherstellung der gestörten Schluckfunktionen.

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Psychologie

Um den dauerhaften Erfolg der Rehabilitation zu gewährleisten, verfolgen wir in der Dörenberg-Klinik ein ganzheitliches Konzept aus neuropsychologischer und klinischer psychologischer Therapie.
Die Neuropsychologie ist ein interdisziplinäres Gebiet zwischen der Psychologie und der Neurologie, das sich mit dem wissenschaftlichen Hintergrund der Struktur, der Funktion des Gehirns sowie des zentralen Nervensystems beschäftigt.
Das Ziel ist es zu verstehen, wie die diagnostizierten zerebralen Hirnschäden das individuelle Verhalten und die kognitiven Strukturen (z.B. Orientierung, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Reaktionsfähigkeit) beeinflussen. Darauf aufbauend erfolgt die Therapie zur Verbesserung und zum Erhalt kompensatorischer Strukturen sowie zur Regeneration erfahrener Einschränkungen. Neuropsychologische Therapien beinhalten Diagnostik und Hirnleistungstraining von:

    • Aufmerksamkeit und Konzentration
    • Gedächtnis (Kurzzeit-, Langzeit-, Arbeitsgedächtnis), Demenzdiagnostik
    • Exekutivfunktionen (Planen, Problem lösen usw.)
    • Neglect / Gesichtsfeldausfall
    • Persönlichkeitsstörungen in Folge einer Hirnschädigung
    • Einzelnes Hirnleistungstraining
    • Erstellung neuropsychologischer Befunde
    • Screening für Depression- und Angststörungen

Die Zusammenarbeit mit der klinischen Psychologie zur Verbesserung der Krankheits-, Schmerz- und Stressbewältigung unterstützt bzw. ergänzt das neuropsychologische Therapieangebot.

Weitere Informationen erhalten Sie unterPsychologie .

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Sozialberatung

Im Rahmen der Sozialberatung  erfolgt eine individuelle Beratung von Patienten und Angehörigen sowie bei Bedarf die Vorbereitung der nachklinischen Versorgung zur Wiedereingliederung in das Alltagsleben. Die Beratung der Patienten findet in Form von Einzelberatungen statt, bei Bedarf auch in Form von Angehörigenberatung.

 

Wir beraten Sie gerne zu folgenden Themen:

  • Unterstützungsangebote bei der ambulanten häuslichen Versorgung,
  • Unterstützung bei der Suche eines ambulanten Pflegedienstes,
  • Information zu Anbietern von Essen auf Rädern, Hausnotruf ect.,
  • Entlastungsmöglichkeiten für pflegenden Angehörigen,
  • Beratungsstellen und Selbsthilfeangeboten,
  • zu Möglichkeiten der stationären und teilstationären Versorgung,
  • Unterstützung bei der Suche nach Kurzzeitpflegeplätzen, Langzeitpflegeplätzen oder einer Tagespflege,
  • bei Bedarf Kontaktaufnahme zu Hilfsdiensten zum Abschluss der Rehamaßnahme zur Entlassungsvorbereitung,
  • Beratung zur sozialrechtlichen Fragen.

 

Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie unsere Sozialberatung.

 

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Medizinische Trainingstherapie

Die medizinische Trainingstherapie (MTT) zielt auf eine Leistungsverbesserung des muskuloskelettalen und kardiopulmonalen Systems durch Steigerung der Ausdauerleistungsfähigkeit, Kraft und Koordination.

Das Ziel der medizinischen Trainingstherapie ist es, die  Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Die Sporttherapie in unserer Klinik leistet dabei einen wichtigen  Beitrag zum Abbau  der körperlichen und psychischen Beeinträchtigung, um die körperlichen Leistungsfähigkeit – zum Beispiel  Ausdauer  und  Handlungskompetenz, dringende spezielle Fähigkeiten, Kraft oder  Beweglichkeit – zu steigern.

Trainiert wird mit Fahrradergometer, Recumbent Ergometer, Laufbandergometer, Oberkörperergometer, Seilzügen, Matten, Hockern, Sequenztrainingsgeräten und  NuStep.

 

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Ernährungsberatung in der Neurologie

Das Thema Ernährung  spielt auch im Bereich der  neurologischen Rehabilitation eine wichtige Rolle. Daher bietet das Team der Ernährungsberatung allen Patienten als Grundlage zur Verbesserung des Gesundheitszustands eine individuelle Ernährungsberatung an. Im Mittelpunkt steht dabei der speziell für viele neurologische Patienten wichtige  Kostaufbau.

Gerade in oder nach einer Phase der parenteralen oder enteralen Ernährung über Ernährungssonden sollte eine mit viel Sorgfalt erarbeitete bedarfsgerechte Ernährung erfolgen.

Ziel des Teams der Ernährungsberatung ist es, unsere Patienten nicht nur zu verpflegen, sondern ihnen zusätzlich Wissen und  Fähigkeiten hinsichtlich ihrer Ernährung zu vermitteln, welche auch in ihrem Alltagsleben leicht angewendet werden können. Denn schließlich essen wir nicht nur, nein, wir ernähren uns, unseren Körper und die Seele!

 

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